Bericht: Bangkok Marathon

Startunterlagen habe ich am Samstag Nachmittag im Royal Armee Ballroom abgeholt. Um zum Start um 2 Uhr nachts einigermaßen ausgeruht zu sein, habe ich bis 14:30 geschlafen und mich abends ausgeruht. Um Mitternacht gings mitvdem Taxi zum Start und hier kommt auch schon die erste Anekdote. Denn das Taxi hat mich zwar irgendwo rausgelassen, aber vom Marathon sah ich nichts. Einer Gruppe von Sanitätern konnte ich mich verständlich machen. Einer von ihnen hat mich dann auf dem Roller zum Start gefahren mit ca90kmh wobei ich ohne Helm und in kurzen Laufsachen hinten drauf sass.

image

Ich war sehr zufrieden am richtigen Platz zu sein. Habe mich dann erst mal umgeschaut um mit den Stationen vertraut gemacht. Ca. 3000 Marathonläufer wurden erwartet plus die Semi, Mini und Micro Läufer.
Die besonderen Herausforderungen waren die Zeit und die Temperaturen. Nachtlauf heisst es geht um 2Uhr los und ich wollte gerne in 4Stunden locker ins Ziel laufen. Dann die Temperatur von 27Grad nachts mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit.
Vorm Start war alles soweit gut.
image

Es herrschte Familienatmosphäre, es gab nur einen gemeinsamen Start für alle und die Spitzengruppe stand locker unter den anderen Läufern.

image

Die ersten 20km Lauf waren noch relativ locker. Eine zeitlang lief ein Thai neben mir der seine Laufuhr mit Zielwert programiert hat und jeden km gabs die Durchsage über Lautsprecher wie viele km, Zeit und Rückstand zur Zielzeit er hatte – ganz schön nervig.
Ich habe schon nach 20km gemerkt das mir im wahrsten Sinne des Wortes langsam die Luft ausgeht. Nach 2 Stunden musste ich mich quälen einen aRiegel zu essen und es fehlte mir die Spucke zum kauen – kein gutes Zeichen. Wasserstände waren alle 2km gut organisiert. Die Strecke eher etwas für die Hartgesottenen. Die ersten 28km geht es über die Schnellstrasse endlos geradeaus, 14km in eine Richtung und ab dem Wendepunkt auf der anderen Seite zurück. Keine Fans und man läuft gegen sich selbst.
Ach ja, am Wendepunkt war Stimmung.

image

Was mir weniger gefiel war das das Wasser immer eiskalt mit Eiswürfeln in Bechern gereicht wurde. Das hat mein Magen auch nicht so gut vertragen. Essen konnte ich eh nichts mehr. Ab km 30 musste ich das erste Mal gehen, den mit Maximalplus läuft es sich schlecht. Habe ich geschwizt? Oh ja, und der Touchscreen am Telefon hat verrückt gespielt so dass ich keine Fotos mehr machen konnte.

image

Meine Füsse standen im eigenen Saft. Ich hätte dünnere Socken und vielleicht auch noch besser belüftete Schuhe gebrauchen können. Das war mir vorher aber überhaupt nicht bewusst.
Je weiter ich mich dem Ziel näherte desto mehr Laufpausen habe ich eingelegt und bin mit 9.5min/km marschiert. Ich wollte wirkluch nur noch das Ziel erreichen und von Genuss war ich weit entfernt. Ach ja, ich hatte beschlossen eine Trinkflasche mitzunehmen, die ich auch immer bei den langen Trainingsläufen verwende. Die wurde immer unangenehmer und die letzten 10km tat mir der Rücken weh.
Das letzte Viertel des Laufes war unterhaltsamer mit einigen Leuten am Strassenrand und es ging durch das Palastviertel. Die Sonne zeigte sich ab 6Uhr morgens, ich war maßlos erschöpft und heilfroh das Ziel zu erreichen.

image

Die Durchschnittszeit lag bei 5 Stunden, eine Stunde mehr als beim Berlin Marathon. Der schnellste Läufer gewan mit 2:35. Im Ziel gab es dann das Finisher Shirt, Essen und Trinken. Ich bin so schnell wie möglich ins Hotel. Es war mittlerweile 7:40Uhr und hundemüde.
Schließlich die Fakten
image

Ein Kommentar zu “Bericht: Bangkok Marathon

  1. Jutta

    Bin sehr stolz, dass du es geschafft hast! War sehr überrascht als ich hörte, dass du in Bangkok läufst. Die Wetterbedingungen sind für Europäer nicht besonders gut. Toll, dass du durchgehalten hast und der Platz ist doch sehr gut!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *